subvision. kunst. festival. off. http://www.subvision-hamburg.com/blog 27.08 - 07.09.2008 in Hamburg Sun, 31 Jan 2010 21:32:39 +0000 http://wordpress.org/?v=2.7.1 de hourly 1 Projektskizze http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/projektskizze/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/projektskizze/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:08:00 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.de/dev25/?p=242 Vom 26. August bis zum 6. September 2009 lotete das Festival für internationale Gegenwartskunst subvision. kunst. festival. off. künstlerische Strategien jenseits des etablierten Kunstbetriebes aus. Künstlerinitiativen aus aller Welt stellten einem breiten Publikum ihre künstlerische Arbeit, ihre ganz eigenen Formen der Präsentation und Vermittlung von Kunst vor, die sich außerhalb etablierter Institutionen und ungeachtet kommerzieller Verwertbarkeit bewegen. Auf Einladung der Kuratorin Brigitte Kölle und des künstlerischen Leiters Martin Köttering kamen über 30 Künstlergruppen, freie Projekträume und Off-Spaces aus mehr als 20 Ländern in Hamburg zusammen und schufen ein spannungsreiches und vielfältiges Präsentationsforum mit Ausstellungen, Künstlergesprächen, Performances, Konzerten, Lesungen und Videoscreenings. Eine temporäre Ausstellungsarchitektur aus Schiffscontainern und Baugerüsten bildete einen ungewöhnlichen Rahmen für ein unkonventionelles Vorhaben. Der Entwurf für den noch unbebauten Strandkai in der Hafencity, orientierte sich an stadtplanerischen Modellen und zitierte diese nicht ohne Ironie.

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Während die Gerüste und Container längst abgebaut und wieder in ihrer ursprünglichen Funktion im Einsatz sind, wirken die Ideen und Ereignisse des Festivals nach: Es bleibt die Erinnerung an eine außergewöhnliche Situation des Ausstellens und des Zusammenkommens, an die vielen interessanten Begegnungen zwischen Besuchern und Künstlern, von denen viele das von Studierenden der Hochschule für bildende Künste (HFBK) Hamburg für subvision entwickelte Vermittlungsprogramm nutzten. Eine in ihrem Umfang bisher einmalige Bestandsaufnahme von rund 400 internationalen Projekträumen wurde erstellt und auf dieser Website zugänglich gemacht – zusammen mit Links zu den Hompages der jeweiligen Künstlerinitiativen. Diese Rechercheleistung bildet - so hoffen wir - eine Grundlage für weitere Projekte auf diesem Feld. Einen lebendigen Eindruck von der außergewöhnlichen Atmosphäre und dem Geschehen vor Ort vermitteln der Katalog wie auch unsere Festivalfotos. Was aber vor allem bleibt, sind die neuen Kontakte und Verknüpfungen unter den teilnehmenden Künstlergruppen, die zu künftigen Ausstellungsprojekten und Kooperationen führen werden, auf die man gespannt sein darf.
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Fotos vom Festival http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/wallpaper-festival/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/wallpaper-festival/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:07:15 +0000 subvision http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1795 090904_subvision_gugulective_performance

Hier finden Sie Bilder, die während des subvision Festivals entstanden sind. Für Fotos vom Aufbau des Festivalgeländes und der Kunstwerke lohnt sich ein Blick auf unsere Strandkai-Fotos.

Fotos: Olaf Bargheer und Jennifer Smailes

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Die versammelte subvision Crew am letzten Abend des Festivals

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Bjarni Massi von Kling & Bang ruft zur subvision Abschlussparty.

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M.O.M.I. (auf Einladung von F.A.I.T. & umschichten) und Eurokai von  liebe*detail bei subvision tunes

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Martin Köttering liest Jan Holtmanns neuste “HarbourMass” Ausgabe.

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99 schwarze “HafenCity bleibt!” Luftballons bei der subvision Abschiedsparty

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Die subvision Kunstvermittlerinnen vom team*partake tauschen Polaroids mit Kling & Bangs Bjarni Massi.

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Sanfte Stimmung am letzten Abend von subvision

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Spontane Saubermach-Performance von Kunststudierenden der HFBK Hamburg

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Letzter Abend am Pool auf dem Dach von F.A.I.T.s & umschichtens Villa Kownacki

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Künstlergespräch von Konsortium

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Besucher vor Jaffa Lams Installation “Public Cultural District?” in einem der Para/Site Container

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Besucher vor dem Feld von Artspeak

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Detail aus dem Container von Galleria Huuto

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Detail aus dem von Bell Street bezogenen Container

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Installation von Detroid Tree of Heaven Woodshop

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Junger Besucher auf dem Feld von Estacion, Tijuana

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Performance über Preiselbeeren von Mimosa Pale (auf Einladung der Galleria Huuto)

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Noch einmal Karaoke bei der von Galleria Huuto gehosteten Finnischen Party in der Festivalhalle

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Besucher bei Performance von Gugulective (inklusive Fraser Steward von De Service Garage)

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Jinhan Ko von Instant Coffee und Camilla Sørensen von Vinyl Terror & Horror geniessen ihre Pause.

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Katharina Kohl in ihrem Kunst-Imbiss

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Kuratorin Brigitte Kölle und Moka Farkas (Baltic Raw Org)

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Vortrag von den RussianFrostFarmers aus Neuseeland

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Konzert von Kapaikos bei BALTIC RAW ORG

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Das Publikum nimmt an einer explosiven Performance von Baur-Niessner-Balistics (B-N+B, auf Einladung von F.A.I.T. & umschichten) neben der Villa Kownacki teil.

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Das Publikum bei einer performativen Sprengung von Baur-Niessner-Balistics (B-N+B, auf Einladung von F.A.I.T. & umschichten) bei der Villa Kownacki

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Graffiti Research Labs Überfall während des Künstlergesprächs von De Service Garage & Parachutartists Foundation

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Künstlergespräch von De Service Garage und Parachutartists Foundation

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Künstlergespräch von De Service Garage und Parachutartists Foundation

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Zoro Feigls (De Service Garage) Schlips, Uhr und Sonnenbrille, auf Klebeband gedruckt

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Filmvorführung bei BALTIC RAW ORG

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Arthur von BALTIC RAW ORG zeigt seine Kurzfilme

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Room with a View DJs bei der GUDBERG Magazine Release Party

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Künstlergespräch mit Gugulective

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Schauspieler Jörn Knebel bei Olof Olssons Performance (The Suburban)

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Olof Olsson performt in der Festivalhalle.

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Diskussion “HafenCity bleibt!” bei BALTIC RAW ORG

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Diskussion “HafenCity bleibt!” bei BALTIC RAW ORG

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Spoken-Word Performance in der Veranstaltungshalle von Word Alert

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Spoken-Word Performance in der Veranstaltungshalle von Word Alert

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Nachtstimmung in FRILAND (BALTIC RAW ORG)

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Tex & Erobique live bei BALTIC RAW

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Tex & Erobique live bei BALTIC RAW

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M.O.M.I.s Konzert/Performance auf der Villa Kownacki (F.A.I.T. & umschichten)

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Lukasz Lendzinski (umschichten), Magdalena Kownacka (F.A.I.T.) und Ehsan Fardjadniya (Parachutartists Foundation)

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Kate Phillimore (Publish and be Damned) mit den Medienmarionettenköpfen von Tessa Lynch und Owen Curtis

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i-cabin und das subvision team*partake beobachten Bewegung im Hafen

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Blaue Stunde an der subvision Bar

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Blaue Stunde am Strandkai

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festival. festival.

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Thomas Haemmerli gibt Ratschläge: “Pimp my CV” beim D.I.V.O Institute

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Olof Olssons Beratungsbüro (3 € /10 Minuten, hier ohne Olof Olsson) auf dem Feld von The Suburban

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F.A.I.T. und umschichten posen auf ihrer Villa Kownacki.

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Spontane Karaoke bei der samstäglichen Hallenparty

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Spontane Karaoke von Instant Coffee’s Jinhan Ko bei der samstäglichen Hallenparty

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Gauvres de Liège bei BALTIC RAW

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Podiumsdiskussion mit Chto delat “Selforganization: between repression and recuperation? Where (and how) is the way out?”

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Mark Divo bei Chto delats Podiumsdiskussion zu Selbstorganisation

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Pawel Rusakevich (Chto delat), Ehsan Fardjadniya (De Service Garage) and Athi-Mongezeleli Joja (Gugulective) bei Chto delats Podiumsdiskussion

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Ehemaliger subvision Co-Kurator Tim Voss bei Chto delats Podiumsdiskussion

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Kuratorin Brigitte Kölle bei Chto delats Podiumsdiskussion “Selforganization: between repression and recuperation? Where (and how) is the way out?”

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Gaweł Kownacki, Magdalena Kownacka (F.A.I.T.), Kit Hammonds (PabD) and Jinhan Ko (Instant Coffee) bei Chto delats Podiumsdiskussion

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Kunst? Hmnagut.

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Drohend hängen Regenwolken über BALTIC RAW ORG

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Das Innere des Containers von Graffiti Research Lab

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Performance von Khanyisile Mbomgwa von Gugulective

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Berglind Hlynsdottir (Kling & Bang gallery), Olof Olsson (The Suburban) und Guido Münch (Konsortium) bei Chto delats Künstlergespräch

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Performance von 98weeks research project

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Ein Teil der subvision Crew am subvision Strandkai

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noroomgallerys Redakteure schreiben für das HarbourMass Magazin

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Inke Schlör und Anja Bischoff vom team*partake im Kunstvermittlungscontainer

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Berndt Jasper (BALTIC RAW ORG) auf seinem Künstlerfeld

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Parcours auf dem Feld von Komplot

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Kacey Wong performt den “Shift City Skyscraper” bei der subvision Festivaleröffnung.

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Kacey Wong performt bei der Eröffnungsrede von Kuratorin Brigitte Kölle.

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Julia Ziegenbein vom team*partake erklärt subvision via “Multiple Choice”.

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Am Pressebrett

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Eröffnungsrede des künstlerischen Leiters Martin Köttering

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Martin Köttering (künstlerischer Leiter) und Brigitte Kölle (Kuratorin) bei der subvision Pressekonferenz am 25.09.2009

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Martin Köttering (künstlerischer Leiter) und Brigitte Kölle (Kuratorin) bei der subvision Pressekonferenz am 25.09.2009

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http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/wallpaper-festival/de/feed/de/
Katalog http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/katalog/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/katalog/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:06:04 +0000 subvision http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=2952

Im Frühjahr 2010 wird ein umfangreicher Bildband erscheinen, der die Ereignisse während des Festivals, die vor Ort entstandenen Arbeiten und die einzigartige Stimmung auf dem Strandkai dokumentiert. Zur Realisierung tragen Studierende des Studienschwerpunktes Grafik/Typografie/Fotografie an der Hochschule für bildende Künste (HFBK) Hamburg maßgeblich bei – schon deshalb darf man auf ein außergewöhnliches Produkt gespannt sein. Die grafische Gestaltung haben Studentinnen der Klasse von Professor Ingo Offermanns übernommen. Das Bildmaterial stammt zum größten Teil von Studierenden der Klasse von Professor Heike Mutter, die die Künstlerinitiativen während des Festivals mit ihren Kameras begleitet haben.

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http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/katalog/de/feed/de/
Archiv weltweiter Künstlerinitiativen http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/kunstlerinitiativen-weltweit/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/kunstlerinitiativen-weltweit/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:05:21 +0000 subvision http://www.subvision-hamburg.de/blog/?p=720 Im Zuge der Einladung der internationalen Künstlerinitiativen zum subvision Festival wurden weltweit über 400 Netzwerke, artist-run spaces, Archive, Fanzines und Blogs recherchiert, die selbstorganisiert abseits des Kunstmarktes operieren. Die Zusammenstellung und Verlinkung auf dieser Website ist unseres Wissens der erste umfassende Überblick über diese Szene.

01 Magazine / Fanzines / Blogs
02 Artist-run spaces
03 Kollektive und Künstlergruppen
04 Archive
05 Nomadische Projekte
06 uncategorized

fischli_weiss_howtoworkbetter

Fischli / Weiss: How to work better

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Magazines / Fanzines / Blogs

Art Threat, Montreal (CA)
http://www.artthreat.net

Cabinet
http://www.cabinetmagazine.org

Faces
http://www.faces-l.net

Fucking Good Art, Rotterdam (NL)
http://www.fuckinggoodart.nl

FUSE Magazine
http://www.fusemagazine.org

IDEA, (Rumänien)
http://www.idea.ro

JAP, Los Angeles, California (US)
http://www.journalofaestheticsandprotest.org

L’Association Multitudes, Paris (FR)
http://multitudes.samizdat.net

LTTR, New York (US)
http://www.lttr.org

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Artist-Run Spaces / Off-Spaces

16beaver, New York (US)
http://www.16beavergroup.org

7. Stock, Dresden (DE)
http://www.Stock7.de

ABC No Rio, New York, New York (US)
http://www.abcnorio.org

Adobe Books, San Francisco, California (US)
http://adobebooksbackroomgallery.blogspot.com

After the butcher, Berlin (DE)
http://www.after-the-butcher.de

Airplay – Streetgallery, Copenhagen (DK)
http://www.airplay.nu

ak28, Stockholm (SE)
http://www.ak28.org

Aktualisierungsraum, Hamburg (DE)
http://www.aktualisierungsraum.org

Alexandria Contemporary Art Forum,
Alexandria (EG)
http://www.acafspace.org

Al-Ma’mal Foundation, Jerusalem (IL)
http://www.almamalfoundation.org

Alma Enterprises, London (GB)
http://www.almaenterprises.com

Alphabet Dress, Portland, Oregon (US)
ohne Website

Area 10 Project Space, London (GB)
http://www.area10.info

ART2102, Los Angeles, California (US)
http://www.art2102.org

Art Metropole, Toronto (CA)
http://www.artmetropole.com

Artos Foundation, Nicosia (CY)
http://www.artosfoundation.org

Artspeak, Vancouver (CA)
http://www.artspeak.ca

Associates Gallery, London (GB)
http://www.associatesgallery.co.uk

Association Soleil d’Afrique, Bamako (ML)
http://www.soleildafrique.org

Auto – der neue Kunstort, Vienna (AT)
http://www.parking-lot.org

Autocenter, Berlin (DE)
http://www.autocenterart.de

avatar, Quebec (CA)
http://www.lenomdelachose.org

B-22, Hamburg (DE)
http://www.b-22.org

Barbur, Jerusalem (IL)
http://www.barbur.org

Basekamp, Philadelphia, Pennsylvania (US)
http://www.basekamp.com

Bautzener 69, Dresden (DE)
http://www.bautzner69.de

Bell Street Project Space, Vienna (AT)
http://www.bellstreet.net

Betalevel (formerly C-Level),
Los Angeles, California (US)
http://www.betalevel.com

Between Bridges, London (GB)
http://www.betweenbridges.net

Big Sky Mind, Quezon City (PH)
http://artplaces.org/content/schede/dettaglio.php?id=93

BLAST, Cologne (DE)
http://www.b-l-a-s-t.de

BLIM, Vancouver (CA)
http://www.blim.ca

Blindside, Melbourne (AU)
http://www.blindside.org.au

Blinzelbar, Hamburg (DE)
http://www.hierunda.de/blinzelbar.html

Block Projects, Melbourne (AU)
http://www.blockprojects.com

Bootlab, Berlin (DE)
http://www.bootlab.org

BUS, Melbourne (AU)
http://www.bus117.com

Buy-Sellf, Bordeaux/Marseille (FR)
http://www.buysellfartclub.com

CAMPUS HANOI, Hanoi (VN)
ohne Website

Candyland, Copenhagen (DK)
http://www.glimp.se/candyland

CAS - Contemporary Art and Spirit, Osaka (JP)
http://cas.or.jp

Center of Experimentation & Information, Belo Horizonte (BR)
http://www.ceia.art.br

Center for Land Use Interpretation, Los Angeles, California / Troy, New York State (US)
http://www.clui.org

Chalk Horse, Sydney (AU)
http://www.chalkhorse.com.au

Circleculture, Berlin (DE)
http://circleculture-gallery.com

Cirkulationscentralen, Malmö (SE)
http://www.cirkulationscentralen.com

CLUBSproject inc., Melbourne (AU)
http://www.clubsproject.org.au

CONICAL, Fitzroy (AU)
http://www.conical.org.au

Consortium, Amsterdam (NL)
http://www.consortium-amsterdam.nl

Creative Growth Art Center, Oakland, California (US)
http://www.creativegrowth.org

CUBITT, London (GB)
http://www.cubittartists.org.uk

De Service Garage, Amsterdam (NL)
http://www.deservicegarage.nl

Die Schute, Hamburg (DE)
http://www.gflk.de/schute/de/index.php

Digital Art Lab, Holon (IR)
http://www.digitalartlab.org.il

DINAMO, Budapest (HU)
http://www.dinamo.hu

Display, Prague (CZ)
http://www.display.cz

D.I.V.O Institute, Prague (CZ)
http://www.divoinstitute.org

Dosenfabrik, Hamburg (DE)
http://www.dosenfabrik-hamburg.de

DUNK!, Copenhagen (DK)
http://www.dunkdunk.dk

EINSTELLUNGSRAUM e.V., Hamburg (DE)
http://www.einstellungsraum.de

el despacho, Mexiko City (MX)
http://www.eldespacho.org

ELEKTROHAUS HAMBURG, Hamburg (DE)
http://www.elektrohaus.net

Estacion, Tijuana, Tijuana (MX)
http://www.estaciontijuana.blogspot.com

FADs Art Space, Tokyo (JP)
http://www.fads-artspace.com

F.A.I.T. (Foundation Artists – Innovation – Theory), Krakow (PL)
http://www.fait.pl

Five Years, London (GB)
http://www.fiveyears.org.uk

Flor y Canto Centro Communitario, Los Angeles, California (US)
http://www.florycanto.org

FormContent, London (GB)
http://www.formcontent.org

fournos centre for digital culture, (GR)
http://www.fournos-culture.gr

FRANCE FICTION, Paris (FR)
http://france.fiction.free.fr

Free103point9, New York City, New York (US)
http://www.free103point9.org

Freie Internationale Tankstelle (FIT), Berlin (DE)
http://www.f-i-t.org

FRISE Künstlerhaus Hamburg + Abbildungszentrum, Hamburg (DE)
http://www.frise.de

Future7, Berlin (DE)
http://www.future7.de

Galeria de la Raza, San Francisco, California (US)
http://www.galeriadelaraza.org

Galerie Foert, Berlin (DE)
http://www.galerie-kurt.com

Galerie Invaliden1, Berlin (DE)
http://www.invaliden1.com

Galerie Mille d’Air, Berlin (DE)
http://www.kosmotrop.de

Galerie Lifebomb, Berlin (DE)
http://www.lifebomb.de

Galerie Oel-Früh, Hamburg (DE)
http://www.oelfrueh.org

Galerie Zero, Berlin (DE)
http://www.zero-project.org

Galleria Huuto, Helsinki (FI)
http://www.galleriahuuto.net

Gallery Gatchet, Vancouver (CA)
http://www.gachet.org

Gasworks, London (GB)
http://www.gasworks.org.uk

General Public, Berlin (DE)
http://www.generalpublic.de

Gertrude Street Contemporary Art Projects, Melbourne (AU)
http://www.gertrude.org.au

Glowlab, Brooklyn, New York (US)
http://www.glowlab.com

Graffitigalleriet, Frederiksberg (DK)
http://www.graffitigalleriet.dk

Graffiti Research Lab Vienna, London (UK)
http://graffitiresearchlab.com

Green Cardamom, London (GB)
http://www.greencardamom.net

Grossstadtrekorder, Hanover (DE)
http://www.grossstadtrekorder.de

Gugulective, Capetown (ZA)
http://www.gugulective.net

Hafenrand, Hamburg (DE)
http://www.hafenrand.com

Hart Center of Arts, Beijing (China)
http://www.hart.com.cn

Helen Pitt Gallery, Vancouver (CA)
http://www.helenpittgallery.org

Hinterconti, Hamburg (DE),
http://www.hinterconti.de

Homie, Berlin (DE)
http://www.travelhome.org/homie

i-cabin, London (UK)
http://www.i-cabin.co.uk

ID:I, Stockholm (SE)
http://www.idigalleri.org

In Situ, Paris (FR)
http://www.insituparis.fr

Jefferson Presents, Pittsburgh, Pennsylvania (US)
http://www.myspace.com/jeffersonpresents

JET, Berlin (DE)
http://www.j-e-t.org

Kabine, Copenhagen (DK)
http://www.kabine.dk

Ker-Thiossane, Dakar (SN)
http://www.ker-thiossane.com

KHOJ International Artists’ Association,
New Delhi (IN)
http://www.khojworkshop.org

Kling & Bang Gallery, Reykjavik (IS)
http://www.this.is/klingogbang

Koh-i-noor, Copenhagen (DK)
http://www.koh-i-noor.org

Kolahstudio, Teheran (IR)
http://www.kolahstudio.com

Konsortium, Dusseldorf (DE)
http://www.konsortium-d.com

Konsthall C, Stockholm (SE)
http://www.konsthallc.se

KuLe e.V., Berlin (DE)
http://www.fernwaerme-berlin.net
http://www.mount-warning.de

Kunstverein St. Pauli, Hamburg (DE)
http://www.ferein.net

Kunstwerft/Werftgalerie, Vienna (AT)
http://www.kunstwerft.at

KuBaSta - Raum für Kunst Bauen Stadtentwicklung e.V., Hamburg (DE)
http://www.kubasta.de

La Générale, Paris (FR)
http://www.lagenerale.org

LCCA, Riga (LV)
http://www.lcca.lv

Les Complices, Zurich (CH)
http://www.lescomplices.ch

LINDA, Hamburg (DE)
http://www.chezlinda.de

LOWSALT, Glasgow, Scotland (GB)
http://www.lowsalt.org.uk

LACE (Los Angeles Contemporary Exhibitions),
Los Angeles, California (US)
http://www.artleak.org

Macrolab
http://makrolab.ljudmila.org

Mahony, Vienna (AT)
http://www.mahony.fm

Marienborg, Trondheim (NO)
http://www.marienborgkunst.no

Mercer Union, Toronto (CA)
http://www.mercerunion.org

Messagesalon, Zurich (CH)
http://www.likeyou.com/messagesalon

Mess Hall, Chicago, Illinois (US)
http://www.messhall.org

MOP, Sidney (AU)
http://www.mop.org.au

multiplicity.lab, Milan (IT)
http://www.multiplicity.it

NAPA, Helsinki (FI)
http://www.napabooks.com

Neil Young Society, Copenhagen (DK)
http://www.gallerisignevad.dk/nys/pix/index.htm

Neon Park, Melbourne (AU)
http://www.neonparc.com.au

Netfilmmakers, Copenhagen (DK)
http://www.netfilmmakers.dk

New Langton, San Francisco, California (US)
http://www.newlangtonarts.org

NGBK, Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin (DE)
http://www.ngbk.de

NICC (New international cultural center), Antwerpen (BE)
http://www.nicc.be

Nice & Fit, Berlin (DE)
http://www.niceandfitgallery.com

NLHspace, Copenhagen (DK)
http://www.nlhspace.dk

OEen Group, Copenhagen (DK)
http://www.oeen-group.com

OneZeroMore OZM - URBAN ART SPOT,
Hamburg (DE)
http://www.onezeromore.com

Open Circle, Bombay/Mumbay (IN)
http://www.opencirclearts.org

Open Space, Victoria (CA)
http://www.openspace.ca

Orchard, New York, New York (US)
http://www.orchard47.org

Para/Site Art Space, Hong Kong, (CN)
http://www.para-site.org.hk

Parkhaus, Düsseldorf (DE)
http://www.parkhaus-duesseldorf.com

Parkinggallery, Teheran (IR)
http://www.parkingallery.com

PICA, Portland (CA)
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Toronto School of Creativity & Inquiry,
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Very Real Time, Cape Town / Johannesburg (ZA)
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http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/kunstlerinitiativen-weltweit/de/feed/de/
(Dis)comfort (Im)materiality http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/discomfort-immateriality/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/discomfort-immateriality/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:03:38 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1960 Beitrag von Christina Ruppert Marcos Ramirez Erre, Leiter und Gründer des artist-run space Estación, Tijuana, steht gemeinsam mit dem von ihm eingeladenen Architekten Sebastian Mariscal im Rahmen des ersten Artist Talks der subvision Akademie provokanten Fragen Rede und Antwort. Die Künstlerkollektive Barbur und Darom präsentierten ihre Ansätze und berichten über die Schwierigkeiten der Produktion von zeitgenössischer Kunst in Israel. Beide Talks kreisen um die Frage, inwiefern die Kategorie “off” für die künstlerische Praxis der besagten artist-run spaces von Bedeutung ist.

Toskanisch anmutende Villen reihen sich neben Schweizer Chalets und improvisierten Märchenschlösschen – die einführenden Worte von Marcos Ramirez Erre beziehen sich jedoch nicht auf das in Kalifornien gelegene Disneyland, sondern erzählen von der an der amerikanisch-mexikanischen Grenze gelegenen Stadt Tijuana. Der Bezug zu Disneyland kommt jedoch nicht von ungefähr – tatsächlich definiere sich die urbane Struktur durch eine scheinbar amerikanisierte und idealisierte Definition von Mexicanitá, geprägt durch bunte Sombreros in allen erdenklichen Größen, monumentale Mahnmale, mexikanische Nationalflaggen oder Burrito-Fastfood-Ketten. Tijuana steht mit seiner bizarren Mischung aus fremdbestimmten Identitätszuschreibungen, die zugleich das nationale Selbstverständnis prägt, im Gegensatz zum benachbarten San Diego, das sich durch seine uniformen und durchkomponierten Reihenhäuser auszeichnet.

Programmatisch für den von Marcos Ramirez ERRE gegründeten artist-run space Estación Tijuana ist seine Situation in einem Gebiet, das durch seine Gegensätze geprägt ist. Durch unterschiedlichste Brillen erkundet Erre die Lebensbedingungen seiner Heimat – und lässt das Gebiet gerne von interdisziplinären Ansätzen beleuchten. Diesen Ausgangsbedingungen folgend, sind auch die von drei Künstlern bespielten Container eine Geschichte der Erkundung, der Grenzziehung und der Dekonstruktion von Zuschreibungen der Region.

Der Architekt Sebastian Mariscal, selbst in San Diego lebend, sieht die beiden Städte trotz ihrer Gegensätzlichkeit durch ihre Abhängigkeit miteinander verbunden. Mariscal vergleicht den Dualismus der beiden Städte aus seiner architektonischen Perspektive mit siamesischen Zwillingen, die ohne die Existenz des Anderen nicht existieren können. Diese Interdependenz benennt er als (un)behagliche (Im)materialität - (dis)comfort (im)materiality.

Die behagliche Materialität, die ihm in seinem US-amerikanischen Alltag begegne – sei es beispielsweise in Form von dauerklimatisierten Innenräumen oder seriell hergestellten Reihenhäusern – stehe in einem nahezu absurden Kontrast zur improvisierten, unaufgeräumten und allerorts unfertigen Architektur Tijuanas. Durch die Verwendung von abgenutzten Autoreifen zitiert Mariscal auf dem subvision Gelände einerseits das vielfältig eingesetzte Material, das, aus amerikanischen Mülldeponien stammend, in mexikanischen Haushalten etwa in Form von Wandkonstruktionen ihre weitere Verwendung findet. Auf dem Claim stellen die Reifen zugleich ein unbequemes Hindernis dar. Nur langsam und schwer sind die von Innen bespielten Container zu erreichen. Bedingungen, die an die schwierigen, zum großen Teil fatalen Grenzübergänge migrationswilliger Mexikaner erinnern sollen.

Luis Sánchez Ramírez - persönlich an diesem Abend nicht anwesend – ist einer der Mexikaner, der, wie tausende andere, den strapaziösen Grenzübertritt auf sich genommen hat. Die einzelnen Stationen hat er nun nach Jahren wieder aufgesucht und fotografisch festgehalten. Traumsequenzen gleich reihen sich die einzelnen Stationen seiner Odyssee auf. Javier Ramirez Limón bleibt auf mexikanischem Terrain und thematisiert in seinem fotografischen Triptychon den Drogenhandel an der “Christal Frontier”.

Auf die Frage, ob die interdisziplinären Arbeiten der geladenen Künstler dazu dienen sollen, sich von dem von Außen implementierten und clichéhaften Blick auf die Heimatstadt zu emanzipieren, antwortet Erre mit einem dezidierten Nein. „Tijuana ist eine Hure“, so Erre, “aber diese Hure ist meine Mutter.“ Tijuana verkaufe sich und sein clichéhaftes Bild und erfülle somit die an die Stadt getragenen Erwartungen. Dennoch sei es eine „Hure“, die es zu erziehen gelte. In Tijuana gäbe es kaum Räume für zeitgenössische Kunst. Erres Intention sei es, den schwierigen Bedingungen für zeitgenössische Kunst in Tijuana eine Plattform und eine Stimme zu bieten.

Die aus dem Publikum gestellte Frage, inwiefern hier die künstlerische Praxis als “off“ begriffen werde, brachte die in Hamburg zur Zeit rege diskutierte Polemik zum ersten Mal im Rahmen eines Talks in die subvision Akademie. Wahrscheinlich fußte diese Frage auf dem Hintergrund des augenscheinlich recht etablierten Architekten Sebastian Mariscal. Dieser zeigte während der Präsentation eine imposante Ansammlung von Auftragsarbeiten.

Erre selbst sieht hier keinen Widerspruch: weder zu seiner künstlerischen Praxis, noch zum Gesamtansatz von Estación Tijuana. Nur weil ein Künstler mit seiner Arbeit Geld verdiene, sei dies noch lange kein Verrat an seiner künstlerischen Integrität. Vielmehr sieht Erre in der Identifikation mit einem “off“ den Gestus einer bewussten Marginalisierung. Mit Estación Tijuana versuche er gerade durch die Sichtbarmachung von zeitgenössischer Kunst ebendiese Marginalisierung zu überwinden.

Nun umfasst der Begriff des “off“ weitaus mehr identifikatorische und substantielle Ebenen, als sie im Rahmen des Talks angesprochen wurden. Deutlich wurde jedoch, dass es sich hierbei um einen durchaus problematischen Begriff handelt, soll er dazu dienen, jegliche Formen von künstlerischen Praxen zu subsummieren die “irgendwie antikommerziell und selbstorganisiert“ sind.

Deutlich wurde dies ebenfalls in der anschließenden Präsentation der zwei israelischen artist-run spaces Barbur und Darom. Barbur wurde 2005 von fünf Abgängern der Bezalel academy of fine art and design in Jerusalem gegründet. Entgegen der gängigen Praxis der meisten Studienabgänger, die nach dem Abschluss ins Ausland oder zumindest in das kulturell weitaus belebtere Tel Aviv ziehen, haben sich die fünf dazu entschlossen in Jerusalem zu bleiben. Als Hauptstadt beherbergt Jerusalem neben dem Regierungssitz vor allem politische Institutionen. Eine lebendige, vielfältige kulturelle Szene sei hier, so Avi Sabah von Barbur, trotz der Akademie kaum vorzufinden.

Mit Hilfe eines Sozialarbeiters hat das Künstlerkollektiv Barbur für seine erste Ausstellung einen leer stehenden Kindergarten im Viertel Nachlaot gefunden und eigenhändig renoviert. Nach einem Jahr selbstorganisierter Praxis erhält Barbur mittlerweile finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Dezidiert als Kulturzentrum für die umliegende Gemeinde intendiert, verfolgt Barbur, deren fünf Mitglieder alle Maler sind, ein interdisziplinäres Programm, das von Filmvorführungen über Ausstellungen bis hin zu Malkursen reicht. Ziel ist es, dem heterogenen Viertel eine gesellschaftliche Plattform zu bieten. Dabei setzt Barbur bewusst auf einen Schwerpunkt, der sich inhaltlich von den gängigen Programmen zeitgenössischer Galerien absetzen soll, die ihrer Ansicht nach dazu tendieren, dem Geschmack eines bildungsbürgerlichen und abgehobenen Publikums gerecht zu werden.

In Kauf genommen wird dabei, dass die Inhalte der Ausstellungen oder Filmvorführungen vorerst mit den städtischen Gremien abgesprochen werden müssen. Auf die Frage, ob sie dadurch ihre künstlerische Praxis gefährdet sehen, haben sie folgende Antwort: „Wir wollen einem möglichst breiten Publikum Kunst zugänglich machen. Unser Publikum stellt sich zum großen Teil aus unserer Nachbarschaft zusammen: aus Studenten, Arbeitern, alten, jungen, säkularen und orthodoxen Menschen. Wenn sie eine nackte Frontalansicht eines Mannes beleidigt und sie sich in Ihrem Schamgefühl verletzt fühlen, so respektieren wir das. Es geht uns nicht um Provokation, sondern darum ein Teil der Gesellschaft zu sein, in der wir leben.“

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Im Endergebnis seid ihr Produkte - wärt gern Summen http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/im-endergebnis-seid-ihr-produkte-wart-gern-summen/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/im-endergebnis-seid-ihr-produkte-wart-gern-summen/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:01:07 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1993 Beitrag von Olaf Bargheer Vor dem Start der “HafenCity bleibt!” Runde im Baltic Raw Tower zog sich schweres Wetter von Richtung St. Pauli über dem Strandkai zusammen. Das konnte, wer mochte, metaphorisch sehen. Zwei Stunden später war man durchaus schlauer und angenäherter, ein Commitment oder eine Chance für eine befriedigendere Hamburger Stadtplanung kam erwartetermaßen nicht zustande.

Die seit den späten neunziger Jahren strategisch geplante HafenCity ist in der Hamburger Melange aus Gentrifizierung, Wachstum, innerstädtischer Wohnungsnot, Immobilienspekulation und Verdrängung gewachsener Kiezstrukturen ein beliebter Kristallisationspunkt für Anfeindungen. Wenngleich, was Bianca Penzlien von der HafenCity Hamburg GmbH deutlich machen konnte, das neue Quartier nicht für die in der Tat traurigen Prozesse auf St. Pauli oder in der Schanze in Haft genommen werden kann. Die HafenCity, daraus machte sie keinen Hehl, ist ein strategisch entworfener urbaner Raum, der eine Industriefläche immensen Ausmasses zum neuen städtischen Zentrum machen will. Inklusive City-Branding mit Leuchtturmbauten wie der Elbphilharmonie oder dem Überseequartier. Dass innerhalb dieser Planung auch Genossenschaftsbauten, Kitas und öffentliche Plätze bedacht werden, wurde ihr als “freundlich” gedankt, half ihr aber nicht angesichts einer grösseren Frage, die dräuend über dem mittlerweile nasstriefenden Baltic Raw Tower hing: “Wem gehört die Stadt.”

Eine top-down geplante kulturelle Belebung eines architektonisch clean wirkenden Retortenstadtteils wird von Hamburger Künstlern als geradezu anmaßend empfunden, weil im Gegenzug gewachsene kulturelle Strukturen in anderen Stadtteilen durch Mieterhöhungen und den Zuzug von finanzstärkeren Bewohnern zerstört werden. Stadtteile, die, in ihrer irgendwie subkulturellen Ausprägung, bislang das Bild Hamburgs ausmachten. Die Kunst, hiess es zur Pudel Art Basel treffend, galt in Hamburg bis vor Kurzem noch als “der grosse Ungewaschene”. Nun also gewaschene Leuchtturmprojekte und gewaschene Off-Künstler? Welches Pulverfass hier glimmt, lässt sich aktuell im Gängeviertel oder im Dokumentarfilm “Empire St. Pauli” beobachten.

Das subvision Festival bildet in diesen Zusammenhängen einen ebenso heiklen Kristallisationspunkt: “Warum supportet die HafenCity eigentlich ein einmaliges Festival, anstatt langfristig Strukturen und Produktionsorte für Kunst innerhalb des Stadtraums zu schaffen?”

Die zeitliche Parallelität zwischen Gängeviertelbesetzung und subvision Festival zeigt in der Tat die unterschiedlichen Kräftefreisetzungen auf; einerseits von geförderten, professionell organisierten Großveranstaltungen (top-down, zumindest in der subvision Organisationsstruktur), anderseits von eigeninitiativ und mit flachen Hierarchien organisierten Projekten, die auch ohne anfängliche Lobby eine grosse Resonanz haben (bottom-up, zumindest bis es darum geht, verlässliche Gängeviertel-Ansprechpartner für Runde-Tisch-Gespräche mit der Stadt zu haben). Dass sich im laufenden Betrieb beide Verfahrensweisen einander annähern, zeigt sich bei subvision durch die von den Künstlerinitiativen eigeninitiativ organisierten kontroversen Veranstaltungen - während die Gängeviertel-Initiatoren mittlerweile auf die Lobbywirkung eines “Schirmherren” Daniel Richter setzen und mit der erfolgreichen Durchsetzung eines Künstlerquartiers wohlmöglich eine Gentrifizierung ganz eigenen Ausmaßes freisetzen.

Hamburg sollte sich mit beiden Verfahrensweisen identifizieren. Freie kreative und künstlerische Entfaltung ist immerhin innerhalb beider Strukturen möglich. Auch in dem vermeintlich so unlebendigen Stadtteil HafenCity: Eine Sozialarbeiterin, die seit drei Jahren in einem Genossenschaftsbau am Kaiserkai wohnt, berichtete von einer unerwartet hohen Lebensqualität und nachbarschaftlichen Nähe.

Dass subvision als Austauschplattform für eine alternativ operierende internationale Kunstszene funktioniert, sah man beim Blick ins Publikum und beim Lauschen der vollständig ins Englisch übersetzten Statements. Die Erfahrungen der Künstler aus Amsterdam, Zürich, Reykjavik oder Stuttgart rückten die Hamburger Defizite in ein gedimmteres Licht: Städteplanung und Gentrification geht noch harscher.

Im Anschluss an den in manchen Beiträgen forschen “HafenCity bleibt!” Schlagabtausch battleten die Frankfurter Poetryslammer Word Alert. “Im Endergebnis seid ihr Produkte - wärt gern Summen” war ihr Outro. Und auch, wenn es keinen dramaturgischen Bezug zur vorangegangenen Diskussion hatte, eine anspielungsreiche Überschrift war damit gefunden.

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In, auf und zwischen den Containern http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/in-auf-und-zwischen-den-containern/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/in-auf-und-zwischen-den-containern/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 09:00:11 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=2080 Beitrag von Jennifer Smailes über die unabdingliche Störung der Struktur.

Die von der Architekturwerkstatt Hamburg geplante Festivalarchitektur hat es oft nicht leicht. Sie wurde viel kritisiert: als “vielleicht etwas zu platt“, als “maritim” und als “nicht sonderlich neu“, weil bei der Art Basel Miami schon da gewesen (kunstmarkt.com), als “zu dominant gegenüber der Kunst” (synecstasy.com) oder an einen “Künstlerstreichelzoo” erinnernd (Jan Holtmann, noroomgallery), an einen Setzkasten für besonders seltene Exemplare der Kunstwelt. Durchaus bewusst gesetzte Sinnbilder wie der zentrale “White Cube“ der Festivalhalle werden zweckentfremdet als Anlaufstelle für Sturmopfer, als Obdachlosenasyl mit brennender Öltonne.

Doch manchmal sieht man vor lauter Containerstadt den einzelnen Container nicht, vor Off-On-Debatte die einzelne Initiative, den Künstler, das Kunstwerk.
 Die Architektur soll bei subvision zunächst als Rahmen funktionieren, so erklärt es zumindest Simon Putz im Festivalführer, der Container soll als kleinster gemeinsamer Nenner funktionieren, an dem die sehr unterschiedlichen Initiativen sich abarbeiten können. Das mag problematisch für einige Initiativen sein, wenn zum Beispiel Marita Fraser von Bell Steet beschreibt, dass sie Off-Spaces als sehr sensible und subjektive Orte sieht, deren Kunstpraxis mit der Kälte und Exponiertheit der zugewiesenen Container zu kämpfen hat. Oder es kann dazu führen, dass die Kistenform doch zu sehr verlockt, kleine weiße und schwarze Kuben zu schaffen – fast wie auf den Kunstmessen, denen subvision programmatisch entgegen stehen möchte. Konsortium aus Düsseldorf nahm diese Konnotation auf und schuf inmitten des blauen Teppichs ein glattes weißes Kiesfeld, das so gar nicht mehr rough oder verwegen erscheinen möchte und auch am Miami Beach das Bild nicht gestört hätte.

Andere Initiativen arbeiteten näher am Bild des Containers, der nicht nur in Hamburg mit starker Bedeutung aufgeladen ist: Chto delat zum Beispiel, wenn sie in ihrer Performance „Illegal Migrant“ auf einem Container stehend Texte zu erstickenden chinesischen Flüchtlingen verlesen, während aus der verschlossenen Blechbox unter ihnen dumpfe Schreie und Schläge gegen die hallenden Wände ertönen bis sie kurz vor Ende der Performance verstummen. Bewusst gewählt ist dabei ihr Standort auf einer Arbeit von Zoro Feigl. Die bewegte Skulptur “Offshore / Onshore“ des Künstlers von De Service Garage aus Amsterdam besteht aus einem Container, der mithilfe einer Hydropneumatik in schwankende Bewegung versetzt wird. Im Container stehend sieht man nur eine leicht mit der Bewegung mitgehende Lampe, hört das Knarzen des Metalls und spürt im Zwielicht leichte Seekrankheit, aufkommende Klaustrophobie. Weniger die Seereise wird einem hier vor Augen geführt als das Bild der Flucht und Ungewissheit, des Menschen- und Tiertransports. Welcher Preis muss gezahlt werden, um ein menschenwürdiges Leben führen zu dürfen?

Auch in einer weiteren Arbeit der Service Garage werden Ideen von Zugang und Zugangsverweigerung ausgehandelt – sowohl der Zugang zu Macht und Mitteln als auch zu den Spären der Kunst. Zwei übereinander stehende Container wurden mit schwarzer Folie umwickelt, so dass sie ein hartes, unzugängliches Wahrzeichen abgeben. Die auf dem subvision-Gelände omnipräsenten Logos der Sponsoren wurden verdeckt aber mit Sprühfarbe und Schablone wieder an die Oberfläche geholt, während zwei Fahnen das Dach des Monolithen krönen: “Private Democracy“ und “Art for Power“.

“Alternative Spaces“ von Gugulective beleuchtet die umgekehrte Seite dieses Phänomens. Während die Betrachter in ihren als Wohnraum eingerichteten Container eintreten dürfen, wird ihnen ihre Rolle als Beobachter und Eindringlinge deutlich vor Augen geführt. Auf dem Rücken liegend sieht man die Wohnung einer Familie verkehrt herum an der Decke installiert, quasi aus der Gottesperspektive. Anders als einem Gott ist einem das Eingreifen allerdings durch eine Plexiglasscheibe verwehrt. Im Detail sieht man die politische Haltung der Bewohner: Liegengelassene Bücher, Fotos und an die Wand geschriebene Sprüche dokumentieren das Leben von Aktivisten in dem von Apartheit geprägten Südafrika. Der Wohnraum im Container wird zur politischen Zelle, zum alternativen Raum und zum Schutzort für das Marginalisierte.

Ein letztes Beispiel nimmt eben jenen Gedanken auf: Das von YKON initialisierte World Game simulierte eine für sechs Jahre eingefrorene Welt, in der nur die “Überlebenden“, die Mitspieler geschützt und abschirmt von der Welt noch aktiv in den Zustand der Gesellschaft eingreifen können. Der Container fungiert in diesem Fall als Gewächshaus der Utopien. Geschützt von der Realität, finanziellen Bedingungen oder von eigenem und fremdem Skrupel wurde den Beteiligten ein luftleerer Raum geschaffen, in dem sie frei nach Neigung und Gewissen handeln sollten.

So unterschiedlich diese Beispiele auch sind, sie spiegeln doch alle auf ihre Art auch die Thematiken und Bedingungen eines “Offs“ wieder, oder auch die Gründe, weshalb sich alternative Kunstorte bilden: Wie in den Containerboxen, werden in verschiedenen Kontexten alternative Kunsträume geschaffen, teils um Schutzräume für Kunst zu schaffen (so wie zum Beispiel i-cabin, welche die Kunstproduktion auf ein Stück einsames Land verlagern, um die Zielsetzung von der Präsentation der Kunst auf den Prozess und die Auseinandersetzung zu lenken), teils um einem möglichen Anderen Öffentlichkeit zu schaffen (wie bei Publish and be Damned, die regelmäßig Messen für Fanzines veranstalten und dort die Möglichkeit des bewussten Diletantismus aufrecht erhalten). Ebenso werden bei subvision aber auch die Gefahren eines solchen Vorgehens deutlich, nämlich die Marginalisierung durch die Annahme eines Prädikats wie „off“, das Auslagern, Einkartonieren und Händelbarmachen des unberechenbaren Dritten, und auch das sich in der eigenen Blase verschanzen. Auf diesem schmalen Grat bewegt sich die Mehrzahl der eingeladenen Initiativen, jeweils vor ihrem eigenen lokalen Hintergrund, und dort verlaufen auch die Diskussionen des Festivals, wenn es um die Frage nach Hoch-, Sub- und Massenkultur geht, um Off und On und um die Definitionsmacht über all diese Begriffe.

Einen passenden Satz formulierte in diesem Zusammenhang Berglind Hlynsdottir von Kling & Bang im Zuge der Podiumsdiskussion zum Thema “Selbstorganisation“. Sie sagte über die Ausstellungsarchitektur von subvision: “Dies ist eine super Struktur. Sie wurde geschaffen, damit wir uns treffen können und sie wurde geschaffen, damit wir sie übernehmen können. Und wenn wir das nicht machen, dann scheitern wir auf einer Ebene. Natürlich ist da ein Anteil an Kontrolle aber es ist auch unsere Verantwortung, uns damit auseinander zu setzen.“

Von der klaren Stuktur des Festivalgeländes unbegeistert, überlegte das Kuratorenkollektiv Komplot aus Brüssel während des Aufbaus, seinen Container komplett verschlossen zu lassen. Bei der Eröffnung sprangen Sie stattdessen vom Dach eines doppelstöckigen Containers in riesige Sandhaufen: Auch hier ein Versuch, die Struktur zu brechen.

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Einskommafünfmillionen zu fünfzig http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/einskommafunfmillionen-zu-funfzig/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/einskommafunfmillionen-zu-funfzig/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 08:58:24 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1967 Beitrag von Olaf Bargheer Einskommafünfmillionen zu fünfzig, dies, sagt Harald Stazol, sei in etwa das Verhältnis seiner Leserzahlen 1999 zu 2009. Stazol verbringt seine Zeit bei subvision mit dem Versuch, Olof Olsson die Rolle des bestangezogendsten Künstlers streitig zu machen und gemeinsam mit einer Reihe weiterer Redakteure Jan Holtmanns “Harbour Mass” Magazin herauszugeben (”Harbour Mass”, eine etwas abgeschmackte, aber gerade noch gültige phonologische Referenz). Die subvision-Hauspostille der noroomgallery wird auf dünnem Packpapier gedruckt und gemeinsam mit frisch gebackenem, darin eingewickeltem Brot für drei Euro an Festivalbesucher verkauft. Und weil noroomgallerist Jan Holtmann es irgendwie immer hinbekommt, für seine verdrehten Veranstaltungsformate hochkarätige Begleiter einzuspannen, scharen sich nun einige namhafte Redakteure um den Konferenztisch am Strandkai. Harald Stazol, Ende der Neunziger Lifestyle Chef unterschiedlichster, damals noch gut laufender Magazine, wünschen wir, dass sich die Leserschaft von “Harbour Mass” über die fünfzig hinaus erhöht. Und dass sein nicht eben dezenter Helmut-Berger-Stil gegen den schlichten schwarzen Reservoir Dogs Anzug von Olof Olsson bestehen kann.

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Harbour Mass Redaktion, Harald Nicolas Stazol (rechts)

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Pimp my CV http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/pimp-my-cv/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/pimp-my-cv/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 08:55:57 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1952 Beitrag von Ele Jansen Ein Künstler, soviel darf behauptet werden, ist in erster Linie mal ein Selbstdarsteller. Und als solcher ist er angewiesen auf ein möglichst großes Publikum. Was aber, wenn es nicht klappt mit der Aufmerksamkeit? Wenn das werte Publikum abgelenkt ist durch großkapitalistischen Konsumpop? Dann greift die Kunst nach den Waffen des herrschenden ökonomischen Systems und buhlt professionell um öffentliche Aufmerksamkeit. Und dabei befindet der Künstler sich in guter Gesellschaft mit Marketing- und PR-Experten, die wiederum sich auch zu allzu gern als Künstler verstehen. Nur besser verdienen.

Ganz PR-Experte spricht der schweizer Künstler Thomas Haemmerli im D.I.V.O-Container dann auch von “Benchmarking“, “Elevator Pitches“ und davon, seinen „CV zu pimpen“, indem er am subvision Festival teilnimmt. Sein Vortrag ähnelt einem Meta-Marsch durch die gängige Wirtschaftsberaterlektüre. Der Besucher fragt sich, wie kommerziell ein Künstler heute sein muss, um sein Publikum zu bekommen. Sehr, according to Haemmerli, der seinen einstündigen Vortrag in einem unterhaltsamen Mix aus Denglisch und Schwizerdütsch hält.

Haemmerli hebt sich von seinen 30 Konkurrenten bei subvision schon mal dadurch ab, dass er mit Rotwein lockt: Er kredenzt 30-Euro-Barolo in Pappbechern. Vielleicht macht das durch den Alkohol ausgeschüttete Serotonin den Gast weniger kritisch. Was dem alten Kommunikationsstrategen Haemmerli durchaus recht sein dürfte. Denn seine Kunst ist nicht Bahn brechend. Der Container ist eingerichtet mit alten Memorabilien aus der Wohnung der verstorbenen Mutter, die Laptop-Präsentation zeigt Aufnahmen von Schuttcontainern, Mandalas und Skeletten. Zugegebenermaßen gibt es zu allen Motiven eine kleine Geschichte. Erheiternd. Seicht. Und hier liegt die Kunst, denn die Themen haben Wumms.

So beginnt Haemmerli über seinen Dokumentarfilm “Sieben Mulden und eine Leiche“ zu sprechen, eine bissige Meditation über den Tod seiner Mutter, die, so stellte sich nach ihrem Ableben heraus, ein Messi höchster Kategorie war. Er berichtet über die 3-Minuten-Schmach (”Elevator Pitch”), wichtigen Programmdirektoren auf internationalen Filmfesten nachzustellen, um seinen Film zu vermarkten. Dabei sei es verhältnismäßig dankbar, einen Film zu verkaufen, verglichen mit dem Vertrieb darstellender Kunst. Der “Long Tail“ habe im Internet dazu geführt, dass fürchterlich viel Konkurrenz auf dem Markt zu jeder Zeit verfügbar sei. Der Kommentar eines niederländischen Künstlers, dass dies doch gerade Chancen böte, legt offen, wie sehr Haemmerli die Konkurrenz zu scheuen scheint. Dabei müsste man annehmen, der ehemalige PR-Experte hätte alle Raffitücken der kommunikativen Persuasion mit der Muttermilch aufgesogen.

Nach kurzen Ausflügen zu Luhmann, Roth, Warhol und Marx schließt Haemmerli mit der Bitte ans Publikum, nun ein Foto von ihm zu machen, wie er ein jungfräulich zellophanverpacktes Exemplar von „Lenin – Was tun?“ über eine Opferschale hält. Die Botschaft? Künstler sind kapitalistische Kommunisten. Oder umgekehrt. Oder so.

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We are not off http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/we-are-not-off-by-chto-delat/de/ http://www.subvision-hamburg.com/blog/2009/09/12/we-are-not-off-by-chto-delat/de/#comments Sat, 12 Sep 2009 08:51:07 +0000 olaf.bargheer http://www.subvision-hamburg.com/blog/?p=1722 Statement von Chto delat In Zusammenhang mit der sich entwickelnden Situation des subvision-Projekts in Hamburg finden wir – die Chto delat-Plattform – es notwendig, ein Statement bezüglich unserer Teilnahme zu abzugeben. Nur einige Monate vor der Festivaleröffnung erhielten wir und viele andere Teilnehmer Schreiben von nicht-offizieller Seite, die uns davor warnten, dass das Festival das Produkt und ein Instrument der neoliberalen Hegemonie sei und ein Mittel, für das kreative Potenzial der gentrifizierten HafenCity in Hamburg zu werben. Auch wurde uns gesagt, subvision habe Geld erhalten, das sonst örtlichen Initiativen zugute käme, Geld, das nun verwendet wird, um Hamburg als Zentrum der „Kreativindustrien“ zu branden. Natürlich wissen wir nicht genug über Hamburg, also war es schwierig herauszufinden, was sich tatsächlich abspielt. Die Briefe, die wir erhielten, beinhalteten eine Menge sich widersprechender Informationen und persönlicher Details, doch die erhobenen Vorwürfe waren offensichtlich gut begründet. Siehe dazu: Website “art, money and real estate”, Website “Wir sind woanders”, TAZ Artikel. Trotzdem haben wir uns entschieden, bei subvision teilzunehmen. Warum? Wie bei allem, was wir machen, ist dies eine politische Entscheidung, die auf unseren kollektiven Prinzipien im Umgang mit Institutionen beruht. Worin bestehen diese Prinzipien und wie beziehen sie sich auf diese Situation?

[1] Zunächst müssen wir ganz klar sagen: Chto delat ist kein „Off“-Projekt. Es stimmt, dass die Bedingungen in Russland sehr repressiv sind. Folglich sind unsere Ressourcen und unsere Sichtbarkeit begrenzt. Dennoch bestehen wir darauf, dass Selbstmarginalisierung nicht die Antwort sein kann. Nach unserer Erfahrung, entpolitisiert und ghettoisiert es Künstler und Intellektuelle in einem bequemen Nonkonformismus, dem jegliche klare Artikulation fehlt. Stattdessen finden wir es extrem wichtig, jeglichen Raum zu nutzen und anzufechten, der sich uns durch welchen verrückten Zufall auch immer bietet, als Ort für unsere unzensierte Propaganda und Kunst. Teilnahme ist nicht einfach Kollaboration, sondern ein Kampf um die Kontrolle über kulturelle Produktionsmittel. Wir finden, dass wir es sind, die Werte produzieren und Entscheidungen treffen, die für die Kultur und die Gesellschaft wichtig sind – und nicht nur für den institutionellen Rahmen. Das bedeutet, dass wir bereit sind, mit Projekten und Institutionen zu interagieren, auch wenn wir nicht mit ihren Zielen einverstanden sind. Denn wir verfolgen unsere eigenen Ziele.

[2] Für Chto delat ist einer der wichtigsten Punkte, unsere Arbeit nicht von übergeordneten Projekten bestimmen, zensieren oder verfälschen zu lassen. Im Falle von subvision fanden keine direkten Versuche, dies zu tun, statt. Sollte das vor Ort geschehen, werden wir sofort dagegen protestieren, indem wir das Festival boykottieren und verlassen. Doch natürlich gibt es eine indirekte Verfälschung, die mit der kuratorischen Rahmung des Projekts an diesem bestimmten Ort zusammenhängt. Wir sind nicht naiv und wissen, dass unser Beitrag – in dem es um die kollektive Suche nach Alternativen in einer höchst repressiven Situation geht –, ein „globaler Protest“ ist, und wir sind sehr kritisch bezüglich der Weise, in der diese Repräsentation gehandhabt wird. Wir befürchten, dass wir als künstlerische Gastarbeiter hierher gebracht wurden, um die lokale „Off-Szene“ zu konfrontieren. Doch gleichzeitig glauben wir, dass es sehr wichtig ist, reale Räume für Solidarität und Austausch zwischen den Initiativen zu schaffen, die TATSÄCHLICH nach Alternativen suchen, das ist erklärtermaßen subvisions Ziel – und unsere Aufgabe besteht darin, das zu verwirklichen. Als uns die Liste der eingeladenen Teilnehmer gezeigt wurde, waren wir froh nicht nur festzustellen, dass viele andere Gastarbeiter bereits unsere Freunde und Genossen sind, sondern auch deshalb, weil ihre Präsenz die verantwortungsvollen politischen Entscheidungen seitens der Organisatoren widerspiegelt. Insbesondere findet die Entscheidung, israelische Künstler, die nach Alternativen in einer fast hoffnungslosen Konfliktsituation suchen, einzuladen, unsere Zustimmung. Diese Entscheidung richtet sich gegen den unausgesprochenen Boykott von israelischen Künstlern und Intellektuellen im heutigen Westeuropa, der unglücklicherweise die falschen Personen trifft. Mit anderen Worten, hoffen wir, dass die tatsächliche Kommunikation zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen die unvermeidliche Instrumentalisierung und Verfälschung unserer jeweiligen Positionen aufwiegen wird.

[3] Adäquate wirtschaftliche Bedingungen für Kulturarbeiter sind eine wichtige politische Frage. Es ist notwendig festzustellen, dass Selbstorganisation nicht unbedingt Selbstausbeutung bedeuten muss, und dass man nichts gewinnt, wenn man sich einer Bezahlung verweigert, denn so etwas wie „schmutziges Geld“ oder „reinen Kommerz“ gibt es nicht. Übrigens haben wir keinerlei Vertrag mit subvision unterschrieben und ihnen auch nicht das Copyright auf unsere Arbeit übertragen. Die finanziellen Bedingungen, die subvision anbot, sind fair genug in Anbetracht der Größe des Projekts und erlauben uns, uns auf unsere Aufgaben als Künstler und Schriftsteller in diesem Kontext zu konzentrieren. Darüber hinaus ermöglichen sie, Mitgliedern von Chto delat nach Westeuropa zu reisen und direkt auf den wenig erfreulichen Kontext von subvision mit eigenen Interventionen reagieren zu können. Wir sind uns völlig bewusst, dass JEGLICHES kulturelle Produkt als Ware gegen seine Produzenten instrumentalisiert werden kann. Doch wir sind uns auch sicher, dass es notwendig ist, für die Wiederaneignung der ideologischen und materiellen Dividenden zu kämpfen, die die neoliberale Kulturpolitik aus unserer Arbeit zu ziehen versuchen wird. Dies ist nur möglich, indem man Räume innerhalb des Objekts unserer Kritik besetzt und sie verwendet, um den Status Quo herauszufordern. Hier müssen wir eine fundamental andere Politik betreiben, die auf Gleichheit und kollektiver Teilnahme beruht. Wir glauben nicht, dass wir zu schwach sind, einem diabolischen Plan zur Instrumentalisierung unserer Arbeit für etwas, gegen das wir sind, zu widerstehen. Wir können es ruhig öffentlich aussprechen: Unsere Politik zielt darauf, Orte wie HafenCity, nicht nur in Hamburg, sondern überall, zu einem Ding der Vergangenheit zu machen. Sehen Städteplaner plötzlich die Notwendigkeit, uns einzubeziehen, dann ist unser Ziel, eine Situation herzustellen, in der Kunst die Städteplaner nicht braucht. Das bedeutet, dass das eigentliche Schlachtfeld in der Kultur auch innerhalb eines Projekts wie subvision liegen kann und nicht draußen, im „Off“. Hier können wir die Natur eines solchen Projekts in Frage stellen und unsere Stärke zeigen.

[4] Wir glauben, dass kollektive politische Artikulation – sich über sich selbst klar werden – das zentrale Anliegen unserer Arbeit ist. Wir hoffen aufrichtig, dass unsere Präsenz in Hamburg dazu beitragen wird, die Kritik des subvision-Projekts zu konkretisieren. Bisher ist diese Kritik beeinflusst von den Launen persönlicher Korrespondenzen, von Gerüchten und oberflächlichen Urteilen, als wäre alles „bereits klar“. Doch die Konsenspunkte bleiben unscharf und sind noch nicht hinreichend kollektiv oder öffentlich artikuliert worden. Wir haben die einzigartige Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen, um die Situation zu diskutieren. Chto delat ist mehr als bereit, eine Plattform für eine Kritik von subvision und ähnlichen Festivals und Camps zur Verfügung zu stellen. Wir sind auch bereit, alles zu tun, damit diese Kritik ein möglichst breites Publikum erreicht. Daher laden wir Sie zu einer Diskussion mit dem allgemein gehaltenen Titel „Selbstorganisation: Zwischen Repression und Rückgewinnung? Wo ist der Ausweg?“ ein, die wir während unseres Aufenthalts in Hamburg am 29. August veranstalten werden.

Lasst uns diesen Raum nutzen! Lasst uns nicht „off“ sein! Schmeißen wir stattdessen diejenigen raus, die meinen, sie könnten mit schmutzigen Tricks die Künstler spalten und die Kunst für ihre beschissenen Zwecke der Gentrifizierung und der Herstellung von Ungleichheit nutzen!

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