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Künstlerinitiative: noroomgallery

(Hamburg / DE) www.noroomgallery.com

„Die noroomgallery produziert Präsentationsformen: Ausstellungswiesen.“ (Jan Holtmann)

Die noroomgallery, von Jan Holtmann 1996 in Hamburg gegründet, betreibt – wie der Name schon andeutet – keinen eigenen Raum. Sie nistet sich vielmehr, je nach Programm, an vielfältigen Orten vorübergehend ein. Das kann der Hamburger Kunstverein sein, das Hotel Atlantik, das Altonaer Museum, ein Optiker Fachgeschäft, die kleine Kunstschule Sophia Loren – oder auch das Kunstfestival subvision. Das Fehlen eines festen Ortes ist programmatisch. Ein noroom-Galerist ist, wie Holtmann verdeutlich, „eine Tante Emma ohne Laden“.

Ausgehend von dem Gedanken, dass das Werk und seine Verbreitung/Vermittlung zwei Seiten derselben Medaille sind und die eigentlich Profession der Kunst, die Produktion von Präsentations- und Vermittlungsformen sei, widmet sich die noroomgallery den Zeigeformen und Vergleichsräumen in der Kunst. Nicht das „was“ ist also Kern der Auseinandersetzung, sondern das „wie“. Dabei nehmen die Projekte jeweils eigene, sehr unterschiedliche Formen an.

Als Beispiele seien genannt: Der KunstHasserStammTisch als Plattform für performative Kunstkritik / Die Dopplung einer Ausstellung als Darbietung des Bildes der Kunstausstellung am Ende des 20. Jahrhunderts / Eine Mode-Kollektion und Moden-Schau als Intervention in der Stadtentwicklung / Das Streichen des Kurators als kuratorisches Prinzip für den internationalen Kulturaustausch / Ein Revival der Musik der Hamburger Schule, gespielt von einer Hochzeitskapelle, als Kunst im öffentlichen Interesse / Eine sehr, sehr große Diskokugel von einem Hubschrauber hängend und mit Skybeamer beleuchtet am Eröffnungsabend über dem subvision Festivalgelände schwebend…

Doku HH7x - Hamburger Kunstorte - "NoRoomGallery"

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